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Projekts - Kompetenzen für die Zukunft Projekts - Kompetenzen für die Zukunft

Charakteristik des Projekts

„Kompetenzen für die Zukunft”

Das Projekt wird durch das Karrierenbüro der Nikolaus-Kopernikus-Universität seit Oktober 2009 bis Ende September 2013 im Rahmen des Operationsprogramms Menschenkapital (Abs.4.1.1) realisiert und von der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Sozialfonds mitfinanziert.

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die Verstärkung und Entwicklung des didaktischen Potentials der Hochschule. Die im Rahmen des Projekts getroffenen Maßnahmen haben zum Ziel, das Bildungsangebots der exakten Studienrichtungen um die Entwicklung der „weichen” Kompetenzen zu erweitern und die Hochschule behindertenfreundlicher zu machen.

Im Rahmen des Projekts wurde das Berufskompetenzmodell erarbeitet, und die Studenten der Fakultät für Chemie, Fakultät für Mathematik und Informatik, Fakultät für Physik, Astronomie und Angewandte Informatik nehmen an den gebührenfreien Kursen und Schulungen, die deren weiche Kompetenzen, erwünscht auf dem Arbeitsmarkt, erhöhen, teil.

Kompetenzen sind als Resultante von Wissen, Kenntnissen und Stellungen zu verstehen. Die richtig gestalteten Kompetenzen lassen die Arbeitnehmer die Berufsaufgaben auf dem geforderten Niveau zu erfüllen.

Berufskompetenzmodell ist zur Verstärkung des Durchflusses der Informationen zwischen dem Karrierenbüro der Nikolaus-Kopernikus-Universität, den Arbeitgebern (Arbeitsmarkt) und den Studenten /Absolventen entstanden. Dadurch ist die Sammlung der Stellenangebote nach dem Kompetenzschlüssel zur besseren Orientierung der Kandidaten und Arbeitgeber im Bereich der gegenseitigen Bedürfnisse und Anforderungen, der erwarteten Kenntnisse, Stellungen und des Wissensniveaus möglich.

Definitionen von weichen Kompetenzen

QUALIFIKATIONEN ODER KOMPETENZEN? QUALIFIKATIONEN ODER KOMPETENZEN?

Wissen gibt es in zweierlei Form: Wir kennen den Gegenstand selbst, oder wir wissen, wo wir Informationen über ihn erlangen.

SAMUEL JOHNSON

Das Zitat Johnsons schildert gut eine der grundsätzlichen Dichotomien, die für die gegenwärtigen  Spezialisten für Human Resources wesentlich ist: Qualifikationen - Kompetenzen.

QUALIFIKATIONEN

 „Kennen des Gegenstandes" bedeutet das Fachwissen, das man prüfen, messen und beurteilen kann; in diesem wird es als Qualifikation angesehen. Der qualifizierte Arbeitnehmer ist eine Arbeitskraft, die die gründliche Ausbildung, das Wissen und die Praxis im jeweiligen Bereich sowie die Berechtigungen zur Ausübung des Berufs erlangt hat.

Die Qualifikationen haben einen formellen Ausmaß in Form von Schulabschlussdiplomen, Berufsdiplomen, Zertifikaten, Berechtigungen, Berufspraktikum usw. Dadurch lassen sich die Qualifikationen messen (z.B. aufgrund der Dienstzeit im jeweiligen Beruf). Da deren Qualität auf dem gemeinsamen, institutionalisierten Nenner basiert, können sie in der Gruppe von Einheiten verglichen und beurteilt werden.

Die Qualifikationen haben oft die Null-Eins- oder die "faktische" Form, sie sind vorhanden oder liegen nicht vor und in diesem Aspekt haben sie einen statischen Charakter – sie sind Strukturen des Wissens, die einst gewonnen unverändert bleiben (abgesehen von der immer größeren Erfahrung, die diese Strukturen ausbaut, jedoch den Kern nicht grundsätzlich ändert).

QUALIFIKATIONEN UND INFORMATIONSGESELLSCHAFT

Die Informationsgesellschaft mit ihren unbeschränkten Informationsbeständen, die jeden Tag  um weitere Angaben erweitert werden, ist nicht statisch, sondern dynamisch. Sie wird ständig geändert und gestaltet die Realien des Markts und der Wirtschaft. Der Erfolg im Bereich der Geschäftsführung beruht darauf, sich  den Änderungen anzupassen und ihnen zuvorkommen.

Das statische Wissen und die Routine der körperlichen Aktivität sind nicht mehr so nötig wie die Lernfähigkeit, Änderungsbereitschaft, Offenheit für das Neue. Moderne Technologien, Informatisierung bedeuten den ständigen Fortschritt, dem der Arbeitnehmer folgen muss. Die Produktion bedeutet heute die Leitung immer mehr komplizierter Automate, deren Instandhaltung und Bedienung bestimmter Erkennungsfähigkeiten bedarf.

Die Technik schließt einfache und sich wiederholende Aufgaben aus. Dies hat die Minderung der Arbeitsstellen für die Arbeitnehmer mit niedrigen Qualifikationen oder Arbeitnehmer, die die Qualifikationen nicht besitzen, zur Folge. Das für den Firmenerfolg wichtige Management bezieht sich vor allem auf die Konzeptions-, Studien- und Organisationsarbeiten.

KOMPETENZEN

Die Qualifikationen werden als beherrschte Kenntnisse, das „faktische" Wissen verstanden. Sie sind immer noch wichtig, sind jedoch heute gemeinsam mit Kompetenzen – individuellen, psychisch-sozialen und Erkennungsfähigkeiten erwünscht.

In Bezug auf die Tendenzen zum Abgehen von der vertikalen, hierarchischen Organisationsstruktur des Unternehmens zugunsten der flachen Organisation Typ „networking" gewinnen die Sozialkompetenzen, auch weiche Kompetenzen genannt, die am einfachsten als interpersonale Fähigkeiten wie Zusammenarbeitsfähigkeit (Gruppenarbeitsfähigkeit), Kommunikations-, Überredungs- und Mediations-, Autoritätsaufbau-, Flexibilitäts-, Anpassungs- und Risikoeingehungsfähigkeit definiert werden können, immer mehr an der Bedeutung. Die persönlichen Berater bestätigen:

"Die Arbeit bekommt man zu 70% aufgrund des Fachwissens und zu 30% aufgrund der Sozialfähigkeiten. Der Arbeitsverlust erfolgt zu 70% mangels Sozialfähigkeiten und zu 30% mangels sachlicher Qualifikationen."

Die Arbeitsstelle wird heute nicht nur durch das Prisma der Qualifikationen d.h.  der Kenntnisse, die für die Arbeitsleistung erforderlich sind, sondern vor allem durch das Prisma der Kompetenzen verstanden, wie die jeweilige Arbeitsstelle sich in das innere Netz von Verhältnissen bei der Firma einprägt, welche der Persönlichkeits- und Erkennungsfähigkeiten bedürfen. Bei dem Begriff „richtiger Mensch an richtiger Stelle" wird zurzeit Wert auf den Menschen gelegt; die Arbeitsstellen sind mit den Persönlichkeits-, psychisch-sozialen Eigenschaften eng verbunden.

ANFORDERUNGEN DER ARBEITGEBER

Die Arbeitgeber verzichten immer häufiger auf die Meldung ihres Bedarfs an jeweiligen Qualifikationen und sie erwarten die Arbeitnehmer mit den von ihnen bestimmten Qualifikationen.

  • Welche Kompetenzen sind jetzt auf dem Arbeitsmarkt meist erwünscht?

Zur Bestimmung des Bedarfs an weichen Kompetenzen unter den Absolventen, unter besonderer Berücksichtigung der exakten Fachrichtungen hat das Karrierenbüro der Nikolaus-Kopernikus-Universität in Zusammenarbeit mit Schenk Institute Consulting das Berufskompetenzmodell erarbeitet. Das Berufskompetenzmodell für die Fakultät für Chemie, Fakultät für Physik, Astronomie und Angewandte Informatik sowie für die Fakultät für Mathematik und Informatik wurde  aufgrund der Untersuchungen „Bedarf der Arbeitgeber in der Kujawisch-Pommerischen Wojewodschaft an den sog. weichen Kompetenzen der Absolventen von exakten Fachrichtungen " entwickelt.

Lesen Sie mehr über das Berufskompetenzmodell!

KOMPETENZEN UND QUALIFIKATIONEN

Die vorstehende dichotomische Erfassung von Qualifikationen und Kompetenzen wurde zur leichteren Schilderung der Wertlegung auf dem Arbeitsmarkt im Bereich der von den Arbeitgebern gestellten Anforderungen angewandt. Diese Kategorien dürfen jedoch nicht als völlig trennbar und gegensätzlich angesehen werden.

Die im Text als messbare Niveau von Wissen und Kenntnissen erfassten Qualifikationen bedürfen für deren Gewinnung und Beherrschung bestimmter Kompetenzen; man lernt keine Fremdsprache ohne Sprachkompetenzen, man wird kein Anwalt ohne Kommunikations-, Überredungs-, analytischen u. a. Fähigkeiten.

Anders gesagt, die Qualifikationen können als Ergebnisse des Lernprozesses verstanden werden  (z.B. Magistertitel, Militärgrad, Kenntnis in Häkeln usw.), jedoch jeder Erwerb von Wissen /Kenntnissen bedarf bestimmter Kompetenzen: Erkennungs-, körperlicher Kompetenzen usw.

Einfach gesagt kann man feststellen, dass die Qualifikationen erworben und die Kompetenzen eingeboren werden; es ist jedoch eine weitgehende Vereinfachung, da die Kompetenzen und Qualifikationen miteinander rückgekoppelt sind; die erworbenen Qualifikationen tragen zur Vertiefung der Kompetenzen, auf deren Basis sie ursprünglich aufgebaut wurden, bei. Umgangssprachlich wird die Koppelung so verstanden, dass bei jemandem, der „im jeweiligen Bereich kompetent ist", de facto seine hohen Qualifikationen verstanden werden.

Die Qualifikationen und Kompetenzen werden als zwei Medailleseiten verstanden, wobei als Medaille das bestimmte Ausbildungsniveau angesehen wird, solche Definitionen gibt es im System des Europäischen Qualifikationsrahmens, der vom Europäischen Parlament erarbeitet wurde. Meine Definitionen von Kompetenzen und Qualifikationen erschüttern solch eine Erfassung grundsätzlich nicht. Deren kontrastive Zusammenstellung im Text stellt vereinfacht den aktuellen „Kompetenztrend" auf dem Arbeitsmarkt und im Bereich des HR-Managements dar.

WEITERE INFORMATIONEN

Mehr über Kompetenzen erfahren Sie auf der Internetseite:

Welche Kompetenzen können Sie als künftiger Arbeitnehmer dem Arbeitgeber anbieten? Prüfen Sie, welche Kompetenzen Sie besitzen und machen Sie den Kompetenztest:

Katarzyna Świtling